07.06.2010

Hobby-Jagd ist tierverachtend

Als Argumente für die Notwendigkeit der Jagd werden Gründe wie Bestandsregulierung, "Raubtier-Ersatz", Artenschutz, Seuchenbekämpfung (Tollwut, Fuchsbandwurm) u.a. herangeführt. Tatsächlich ist es so, dass sich der Bestand der meisten Tierarten selbst regulieren könnte, wenn man nicht jagdlich eingreift und ggf. landschaftlich unterstütztende Maßnahme einleitet. Jagdfreie Gebiete in Europa und der Welt beweisen das. Raubtiere wie Wolf und Luchs haben immer nur vorwiegend kranke und schwache Tiere selektiert, nicht aber die "kapitalen" Tiere, wie es der Jäger vorzugsweise tut.

Hobby-Jagd hat nichts mit Artenschutz zu tun, Hobby-Jagd ist vielmehr tierverachtend! Jedes Jahr werden über 5.000.000 Tiere in Deutschland durch Jäger getötet. Die meisten davon werden verscharrt oder in der Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt. Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei und Wissenschaftler sprechen im Hinblick auf den Fuchsbandwurm von Hysterie - im Jahresdurchschnitt gibt es gerade einmal 18,6 Infektionsfälle (Robert-Koch-Institut).

Es ist an der Zeit, dem Töten aus Gründen der "Passion", weil es "Spass" macht oder weil man sich daran "aufgeilen" kann (lest mal die diversen Jagd-Foren), einen Riegel vorzuschieben.